Weinkonvent Gau-Algesheim e.V. - Vinothek
Weinkonvent Gau-Algesheim e.V. - Vinothek

Aktuelles

Aufgrund der aktuellen Situation findet die Mitgliederversammlung am 7. April nicht statt. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.



Weinjahrgang 2019 in der Verkostung

Was bringt uns der junge Weinjahrgang 2019? Um mehr darüber von den Winzern zu erfahren und die neuen Weine zu verkosten, lädt der Weinkonvent Gau-Algesheim zu einer Präsentation ein. Diese schon traditionelle Veranstaltung findet

  • am Dienstag, den 10. März 2020
  • um 19.30 Uhr
  • im Wein- und Sektgut „Nikolaushof“ (Ockenheimer Str. 8)


statt. Sie wird kulinarisch begleitet von einem dazu abgestimmten rustikalen Imbiss aus der Gutsküche der Hausherrin Anja Hattemer.

Der Preis beträgt 20 Euro für Mitglieder und ihre Partner bzw. 25 Euro für Nicht-Mitglieder. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung bei Klaus Hattemer erforderlich (06725/2872 oder hattemer@weingut-nikolaushof.de). Wir wünschen viel Vergnügen im Kreis des Weinkonvents.

 


 

Winterwanderung mit Weingenuss

Alle Wein- und Wanderfreunde sind herzlich zur bereits traditionellen Wintermond-Weinwanderung des Weinkonvents Gau-Algesheim eingeladen. Treffpunkt ist

am Dienstag, den 11. Februar
um 18 Uhr
im Weingut Schlossmühle (Neugasse 20)

Nach einem „Startertrank“ aus der Auswahl der Edelobstbrennerei Hemmes folgt eine leichte mit Fackeln beleuchtete Wandertour; die Route legen wir abhängig von den aktuellen Wetterbedingungen fest. An den Anlaufstationen wird Glühwein und alkoholfreier Punsch angeboten. Das abschließende Beisammensein bei einem warmen Imbiss und mit einer reichhaltigen Weinauswahl findet in der Vinothek des Weinguts statt.

Die Kosten betragen 17 Euro für Mitglieder und deren Partner sowie 20 Euro für Nichtmitglieder. Darin ist mit Ausnahme der individuellen Getränke im Weingut alles enthalten. Zur besseren Disposition des Essens erbitten wir eine Anmeldung bei Bernhard Lauhoff (BernhardLauhoff@gmail.com oder Tel.-Nr. 06725/1547).

Wir würden uns über eine zahlreiche Beteiligung freuen und wünschen viel Vergnügen im Kreis des Weinkonvents.



Leckeres aus der Toskana im Glas und auf dem Teller

Ganz im Zeichen toskanischer Genüsse stand die diesjährige Themenweinprobe, zu der der Weinkonvent Gau-Algesheim alle Weininteressierten eingeladen hatte. Unter den rund 100 Gästen im voll besetzten Weingut Gerharz-Hochthurn konnte der Präsident Klaus Hattemer neben der Traubenkönigin Eva I. und den Vertreterinnen des Binger Weinsenats auch die ehemaligen Bürgermeister Dieter Linck und Dieter Faust begrüßen. Er hob hervor, dass das Motto der Probe bei der diesjährigen Fahrt des Konvents in das Weinanbaugebiet Toskana geboren wurde, die allen Reiseteilnehmern überaus nachhaltig in Erinnerung geblieben ist.

Ein hoch prämierter Rieslingsekt aus der Sektmanufaktur Hattemer stimmte zusammen mit delikaten toskanischen Foccacias in den Genussabend ein. Die Weinauswahl mit acht Probenpaaren hatte der Kellermeister Frederik Heller zusammengestellt, wobei jeweils einem toskanischen Wein, darunter den „Klassikern“ aus San Gimignano, Montalcino, Montepulciano, Chianti und ein Vin Santo, je ein Pendant aus dem Keller eines Weinkonventswinzers gegenüber gestellt wurde. Trotz dieser beeindruckenden „Weinprominenz“ aus Italien erwiesen sich die heimischen Gau-Algesheimer Tropfen als absolut ebenbürtig und dies erst recht im Hinblick auf die niedrigere Preislage. Die zum Vergleich der Weine erforderlichen Hinweise zur Weinregion und deren Weinphilosophie präsentierte Heller in informativ-kompetenter und launig-kurzweiliger Art.

Die kulinarische Komponente brachte Gastgeberin Ursula Gerharz-Hochthurn – gemeinsam mit ihrem „Vorkoster“ Thilo und dem ganzen Küchenteam - auf den Tisch: Pasta, Bruschetta, Grillgemüse, Hähnchen mit Pesto, Lende und Mozzarella, zusammen mit Pannacotta, Tiramisu, Limoncello auf Beeren und Cantuccini-Crunch als Dessert trafen voll den Geschmack der Weinfreunde. Die liebevolle und aufwändige Tischdekoration in typisch toskanischen Stil war dazu der passende optische „Hingucker“, der der Gaststube an diesem Abend ein besonderes Flair verlieh.

Entsprechend positiv fiel das Urteil der Gäste zu einem wieder einmal außergewöhnlichen Event im Sinne bester Weinkultur aus, für den Klaus Hattemer allen Helferinnen und Helfern in der „chaotischen“ Küche, im Service und bei der Moderation dankte. Entsprechend der guten Stimmung dauerte es lange, bis die letzten Weingenießer zum Heimweg aufbrachen.



Bild (Günter Frey)
Küchenchefin Ursula Gerharz-Hochthurn präsentiert den zahlreichen Gästen den von ihr kreierten Hauptgang.

 


 

 

Mondfinsternis beim Sommerfest des Weinkonvents

Weit über 100 Mitglieder des Weinkonvents Gau-Algesheim sowie weitere Weinliebhaber feierten bei bestem Wetter im Hof des Weinguts Schloßmühle das diesjährige Sommerfest. Sie wurden mit einem leckeren Secco, von Doris Hellmeister mit Basilikum und Zitrone aromatisiert, empfangen und auf den Genussabend eingestimmt. Als besondere Gäste konnte der Vorsitzende des Weinkonvents, Klaus Hattemer, den Ehrenpräsidenten Werner Hessel und das Ehrenvorstandsmitglied Herbert Gresch begrüßen.

Die „Grillmeister“ hatten für das leibliche Wohl feine Fleisch- und Fischspezialitäten, gegrillt über Wingertsknorzen, vorbereitet. Das dazu passende sommerliche Salatbuffet wurde von den Besuchern selbst gespendet. Es bot eine Vielzahl von kreativen Kompositionen, wie auch die den Abschluss bildenden Desserts. Bei einer reichhaltigen Weinauswahl aus dem Keller des gastgebenden Weinguts fanden sich viele Impulse, mit seinen Tischnachbarn in eine anregende und lang andauernde Gesprächsrunde zu kommen.

Als besonderes Ereignis konnten die Gäste auf dem Nachhauseweg noch die deutlich sichtbare partielle Mondfinsternis verfolgen.



Bild (Günter Frey)
Im Hof des Weinguts Schlossmühle trafen sich viele Gäste zu einem genussreichen Abend.

 


 

 

Gau-Algesheimer Weinkonvent reist in die Toskana

Gau-Algesheim (ros)  Von langer Hand bestens vorbereitet,  machten sich 24 Mitglieder des Weinkonvents Gau-Algesheim auf den Weg nach Florenz, um die Toskana weinmäßig etwas näher kennen zu lernen. Damit die Zeit gut genutzt wurde, war die Anreise ins Herz der Toskana, Florenz, mit Flug vom Fraport gut geplant und da alle Reisenden sehr pünktlich waren, gab es genügend Zeit das traditionelle G-A Frühstück einzunehmen! Mitten im Flughafenbetrieb ließen sich die Reisenden Weck, Worscht und Wein gut schmecken.

Nach kurzem Flug landete der Flieger in Florenz, wo die Gruppe schon von Sabine, einer deutschsprechenden Reiseführerin und schönstem Wetter erwartet wurde. Neugierig machten sich die Reisenden auf die Entdeckungstour.

Florenz zeigte sich von seiner besten Touristen-Seite. Wie Sabine versicherte, sei es eigentlich
ziemlich leer gewesen, da am Montag, dem Anreisetag, alle Museen geschlossen hätten. Bei schönstem Wetter wurde Michelangelos Kopie des Davids ebenso bewundert wie die Uffizien, die Ponte Veccio und der Dom!

Doch dann ging es in flotter Fahrt mit dem Bus nach Terranuova Bracciolini ins Hotel.
Am frühen nächsten Morgen startete die Gruppe zur ersten Weingutsbesichtigung im Weingut Poggio al Sole in Tavanelle val die Pesa. Nach einer mehr als abenteuerlichen Busfahrt erreichten wir ein wunderschönes Weingut.

Hier hat sich ein junges Schweizer Ehepaar ein herrschaftliches Refugio geschaffen, das alle Reiseteilnehmer staunen ließ. Glücklicherweise konnte der junge Winzer seine Philosophie des Weinbaus gut darlegen und so stand einer zünftigen Probe im Schatten der Bäume in einer traumschönen Landschaft nichts im Wege. Gestärkt von Vino Blanco, Chianti, Sangiovese und Schmakerln aus der Region machte sich die Gruppe auf den Weg zum nächsten Weingut" Rignana".
In alten Gemäuern und stilvoller Einrichtung lernten die Besucher auch hier die Besonderheiten des toskanischen Weins kennen. Sie wurden von Gallo Nero (dem klassischen Chianti) und naturreinem Olivenöl, Merlot und Rosato verwöhnt. Nach einer ausführlichen Führung konnte man die Landschaft genießen. Natürlich waren in beiden Weingütern auch Kellerbesichtigungen ein Muss und nicht nur die mitgereisten Winzer staunten über die diversen Methoden der Traubenverarbeitung.
Am nächsten Morgen ging es sehr früh wieder auf die Strecke zu den nächsten Wein-Abenteuern.
Nach einer ausführlichen Besichtigung der alten Ölmühle und des Weinkellers erwartete die Besucher ein exklusives Menu im Agrihotel Elisabetha und Weingut Brunetti.
Im nächsten Weingut Corzano e Paterno Ss Agricola gab es neben Wein und Olivenöl auch noch Schafskäse zu probieren - eine echte Erfahrung!

Schon war der letzte Reisetag angebrochen - doch noch wartete ein Sahnehäubchen auf uns: Unter blühendem Ginster und Heckenrosen auf einer Gänseblümchenwiese war ein Freilufttheater aufgebaut, wo wir die letzte Weinprobe genossen. Und wenn schon Theater, dann richtig: Francesco Carbucci, der Weingutsbesitzer, gab sein Bestes bei der Darstellung seines Weingutes!

Auch hier wurden die Gäste wieder mit den Spezialitäten der Region verwöhnt.
Auf dem Weg zum Flughafen wurde noch ein modernes Weingut (Antinori) besucht und  alle Mitreisenden waren sich  einig:
Das Organisationsteam hat vorzüglich geplant und vor allem ein glückliches Händchen bei der Durchführung und Auswahl der Weingüter gehabt, die man wahrscheinlich als Privatreisender so nicht gefunden hätte.

 


 

Jungweinprobe

Um vier Uhr morgens in die Lese gestartet
Eine frühe Lesezeit brachte Qualität ins Fass

Eine große Zahl von Weinfreundinnen und Weinfreunden waren voller Erwartung auf die Weine des schon vorab hochgelobten Jahrgangs 2018 in die Weinstube des Nikolaushofs gekommen. . Und sie wurden nicht enttäuscht, sondern gingen begeistert nach Hause. Unter den Gästen konnte Klaus Hattemer als Vorsitzender des Weinkonvents die Traubenkönigin Michelle I., den Ehrenvorsitzenden Werner Hessel, Herrn Huber vom Weinsenat Bingen sowie die Wein- und Kulturbotschafterinnen Dr. Herrad Krenkel und Ursula Gerharz-Hochthurn begrüßen.

Acht Weingüter, darunter auch die junge Winzergeneration, präsentierten 8 Doppelproben, meist schon abgefüllt, aber auch einige als sogenannte Fassproben. Sie kommentierten einem interessierten Publikum autentisch die Besonderheiten ihres Weines wie Lage und Bodenbeschaffenheit. Sie gingen dabei auf die besonderen Lesebedingungen ein, so z.B. auf den außergewöhnlich frühen Lesetermin um 4 Uhr morgens, um für den Sauvignon Blanc die dann herrschende kühle Temperatur zu nutzen. Sie berichteten auch über ihre jeweilige Kellertechnik, so dass die Gäste einen eingehenden Eindruck in die Kreation des Produktes „Wein“ miterleben konnten.

Als Moderator des Abends stellte der Kellermeister des Weinkonvents, Frederik Heller, seine Philosophie bei der Zusammenstellung der Probe vor, die charakteristisch für 2018 sein sollte. Dabei lud er zu einer informativen Zeitreise durch ein ungewöhnliches Weinjahr 2018 ein, das mit einem frühen Austrieb begann und nach einer „irren Vegetation“ mit einer sehr frühen Lese, größtenteils deutlich vor dem Fest des jungen Weines, endete. Er attestierte dabei dem Jahrgang höchste Qualität, was die Gäste auch übereinstimmend bei der Verkostung bestätigen konnten.

Der dazu exzellent passende Beitrag aus der Küche der Gastgeberin Anja Hattemer bestand aus einer Spundekäs-Variation mit mehreren Brotsorten, Hackbraten mit Gemüse gefüllt, überbackenen Gourmet-Kartoffeln und einer Aprikosenmousse, so dass ein genussreicher Abend lecker abgerundet wurde.

Klaus Hattemer war es dann vorbehalten, in seinen Abschlussworten allen zu danken, die zum Gelingen der Jungweinprobe beigetragen haben, die einen festen Platz im Leben des Weinkonvents zur Förderung der Weinkultur einnimmt.



Bild (Günter Frey)
Das Bild zeigt die Vertreterinnen und Vertreter der Weingüter, deren lachende Gesichter die Freude über den gelungenen Abend zum Ausdruck brachte.


 

Winterwanderung mit Weingenuss

Den erhofften Schnee konnten die Aktiven der Winterwanderung des Weinkonvents Gau-Algesheim nicht hervorzaubern. Auch der Vollmond ließ sich nicht blicken. Dennoch bot sich dabei eine tolle Aussicht auf Ingelheim und die Rheinebene. Gut aufgewärmt mit Spezialitäten der Edelobstbrennerei Hemmes gingen die rund 45 Teilnehmer – darunter Traubenkönigin Michelle I. - nach den ermunternden Worten des Weinkonventspräsidenten Klaus Hattemer bei knackiger Kälte auf ihre Wandertour. Tilo Hochthurn und Konstantin Dengler hatten mit Fackeln für Licht in der Dunkelheit gesorgt, damit keine/r vom richtigen Weg abkam. Dieser führte vom Weingut Peter Gerharz über die Ingelheimer Rheinhöhe unterhalb des Westerberges. An zwei Zwischenstationen schenkten die Winzerbetriebe Alexander Dengler und Thomas Hattemer den Wanderfreunden duftenden Glühwein und alkoholfreien Punsch aus. Bei lustigen Geschichten, vorgetragen von Klaus und Anja Hattemer, zu den Vorzügen von Glühwein und zur klaren Erkennbarkeit der links- bzw. rechtsrheinischen Seite kam rund um das wärmende Lagerfeuer fröhliche Stimmung auf.

Am Ziel warteten dann Keller und Küche der Weinstube „Weingott“ auf die Gäste. Bei leckerem Spießbraten mit Wedges und Krautsalat sowie der reichhaltigen Weinauswahl gab es bis spät in den Abend Gelegenheit zu angeregten Gesprächen, die Lust machten, sich auf die Jungweinprobe als nächste Veranstaltung des Weinkonvents im März zu freuen.


Bild-1 (Günter Frey)
Die Gäste der Winterwanderung sammelten sich bei Edelbränden und Likör zum Abmarsch in die kalte Nacht.


Bild-2 (Günter Frey)
Am Lagerfeuer wärmten sich die Wander wieder auf.




USA-Weine in Gau-Algesheim

Beim Weinkonvent Gau-Algesheim trifft man sich traditionell dienstags. Und Tradition hat auch schon die Themenweinprobe im Herbst. In diesem Jahr hieß es „Welcome to USA winetasting“. Die knapp hundert Teilnehmer kamen im Weingut Gerharz-Hochthurn zusammen, wo sie mit einem Glas Sekt vom Präsidenten Klaus Hattemer begrüßt wurden. Damit gingen die Highlights des Abends schon los: Nicht irgendein Sekt wurde gereicht; es war der 2016er Chardonnay aus der „sektmanufaktur hattemer“, dem erst kürzlich die Auszeichnung als bester deutscher Burgundersekt verliehen wurde. Diesen edlen Trunk kreierte die Gau-Algesheimerin Anika Hattemer-Müller, die über den Sekt ein kleines Geheimnis ausplauderte. So war der Grundwein einige Zeit im Holzfass, was aber im Mund kaum spürbar ist und dem Sekt eine sehr feine Burgundernote verleiht.

Mit Spannung harrten die Weininteressenten der nun folgenden Vergleichsprobe von Gau-Algesheimer mit USA-Weinen, die alle vom Kellermeister des Weinkonvents, Frederic Keller, ausführlich vorgestellt wurden. Nebenbei konnte man auf einem großen Bildschirm ein paar Fotos aus der amerikanischen Weinszene betrachten. In sieben Paaren wurden typische Sorten beider Regionen gegenübergestellt. Schon bei den ersten Weinen zeigte sich die Unterschiedlichkeit der extrem weit auseinanderliegenden Herkünfte, und zwar bei derselben Rebsorte Riesling – klassisch, rassig der deutsche Stil, cremig und mild mit weicher, vom biologischen Säureabbau geprägter Säure beim Tropfen aus dem Washington State. Beim zweiten Paar stand eine Gau-Algesheimer Cuvée aus Burgundersorten einem Chardonnay aus Kalifornien gegenüber. Beide Weine waren vom Barriqueausbau stark beeinflusst. Während ersterer dadurch angenehm rund mundete, erinnerte der andere an einen „überholzten“ Chablis. Zwei Weine, die die Gemüter im Saal bereits polarisierten und zu Diskussionen anregten. Aber kein Problem, denn es war der erste Menügang von den Organisatoren geplant. Aus der Weingutsküche unter der Leitung von Ursula Gerharz-Hochthurn kam für jeden ein rustikal gestalteter Grillteller mit typisch amerikanischen Komponenten: Hamburger, drei Sorten Fleisch, Kartoffel (diese kam ja aus Südamerika nach Europa!), Krautsalat und ein Stück Maiskolben. Selbst der hungrigste Magen ist hier locker satt geworden. Wenn man so nebenbei den Blick im festlich geschmückten Saal schweifen ließ, fiel zuerst der üppige Tischschmuck auf, bestehend aus Holz, getrockneten Pflanzen, Servietten mit der USA-Flagge und zur Erbauung Sinnsprüche im besten „verballhornten Denglisch“. Eine Kostprobe gefällig? „Not from bad parents“, stand auf einer der zahlreichen Spruchkarten. Und gleich am Eingang konnte man mit einem echten Pferdesattel sowie Cowboy-Stiefeln Bekanntschaft machen.

Zu Beginn des zweiten Teils der Weinprobe gab es wieder einen äußerst spannenden Vergleich. Diesmal eine Riesling-Rheinhessen-Selection und ein Semillion, beide vom 2015er Jahrgang, gut gereift und leuchtend gelb im Glas, beide mit zarter Aprikosennote. Aber der Amerikaner stellte seinen Aufenthalt im Barriquefass nach vorn, lediglich vom hohen Alkoholgehalt etwas gebremst. Beim folgenden Rosé-Pärchen erhellten sich vielfach die Minen der Weingenießer, ist doch diese Weinfarbe derzeit in der Publikumsgunst ganz vorn. Ein Heimspiel hatte der Gau-Algesheimer Pinot Noir gegen den aus Oregon; beide Spätburgunder hatten intensiven Holzkontakt, der aber bei der deutschen Variante besser im Wein versteckt war.

Beim zweiten Menügang kredenzten die Gau-Algesheimer Winzerinnen und Winzer, die wie immer bei Weinkonventsproben den Ausschank und Service verrichten, einige süße Köstlichkeiten, wie Apple-Pie, Cream-Cake, Granatapfel-Kerne und Blueberries. Der anschließend eingeschenkte Frühburgunder glänzte mit einer wunderbaren Note nach Waldbeeren, demgegenüber im anderen Glas ein typisch kalifornischer Zinfandel, der als der „amerikanischste“ aller Weine gilt, doch ein wenig das Nachsehen hatte, trotz süßer Frucht und herber Tannine. So wie der Zinfandel aus Süditalien, wo er Primitivo (der Frühreifende) heißt, in die USA auswanderte, kam der Weinbau überhaupt erst im 16. Jahrhundert in Florida und im 19. Jahrhundert in Kalifornien an. Die Weinbaugeschichte in den USA ist also noch jung, wenn es auch schon große Namen gibt, wie beispielsweise Robert Mondavi, von dem dieser Zinfandel stammt. Mit zwei holzbetonten Merlot-Weinen, die mit interessanten Röstaromen nach Kaffee und Schokolade auftrumpften, fand eine äußerst interessante Weinprobe ihr Ende. Die Kontraste bei den Weinen fanden lebhaften Zuspruch bei den Weingenießern, aber auch reichlich Diskussionsstoff. Dieser Weinvergleich bewies wieder, dass auch in einer großen Teilnehmerrunde spannende Weinthemen ihren Anklang finden können. In seinen abschließenden Dankesworten an alle Helfer sprach Klaus Hattemer von einem Anliegen des Weinkonvents, seinen Mitgliedern das „Lebenselexier Wein“ immer wieder nahezubringen. Daher wird es im nächsten Jahr wieder so ein interessantes Thema „Gau-Algesheim trifft …“ geben.
Dr. Wolfgang Thomann



Kulinarisches Sommerfest des Weinkonvents

Die Grillmeister des Weinkonvents Gau-Algesheim hatten beim Sommerfest des Vereins alle Hände voll zu tun, um den zahlreichen Gästen des Abends leckere Fleisch- und Fisch-Grillspezialitäten zu „bruzzeln“. Die Gäste selbst wurden mit einem Begrüßungsaperitif von Doris Hellmeister begrüßt. Viele von ihnen hatten als Präsent den gewünschten Beitrag zu einem Salat- und Dessertbuffet dabei, so dass eine Vielfalt genussvoller und äußerst kreativer Beilagen geboten wurde.

Klaus Hattemer als Vorsitzender des Weinkonvents zeigte sich sehr erfreut über die gute Resonanz der Mitglieder und Weinfreunde, darunter Traubenkönigin Michelle I.. Er bedankte sich bei allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

Für den Vorstandskreis hatte der frühere Kellermeister Willi Hassemer wieder eine Rarität aus seinem Weinkeller zur Verkostung mitgebracht: 1976er Bacharacher Hahn Riesling Beerenauslese, also aus einem der besten Jahrgänge des vergangenen Jahrhunderts. Alle waren sich einig, hier einen ganz besonderen Wein zu trinken. Alle Besucher erlebten so einen unterhaltsamen Abend bei einer vielfältigen Weinauswahl des gastgebenden Weinguts Schloßmühle der Familie Luckas und bei einem abschließenden Digestif, gespendet von der Edelostbrennerei Hemmes. So war es keine Überraschung, das der Abend bei herrlichem Wetter und anregenden Gesprächen kurzweilig war dafür aber lang in die Nacht andauerte.



Bild (Anna Hellmeister)
Zahlreiche Besucher füllten beim traditionellen Sommerfest des Weinkonvents den Hof des Weinguts Schloßmühle.

 


 

Brillanter Vorgeschmack auf den Weinjahrgang 2017

Die schon traditionelle Vorstellung des jungen Weinjahrgangs durch den Weinkonvent Gau-Algesheim fand auch dieses Mal regen Zuspruch. Die Gäste im voll besetzten Gutsausschank Sankt Nikolaushof waren wie immer sehr interessiert und neugierig, was der neue Jahrgang zu bieten hat.

In seiner Begrüßung hieß der Präsident Klaus Hattemer, gleichzeitig Hausherr des Abends, insbesondere Katja Hattemer als Rheinhessische Weinprinzessin und die Gau-Algesheimer Traubenkönigin Michelle I. willkommen. Beide stimmten das Publikum mit ihren Grußworten auf eine spannende Veranstaltung ein. Dieses ließ sich zwischenzeitlich von einer Apfel-Meerrettich-Butter und einem Paprika-Feta-Dip aus der Küche des Hauses kulinarisch verwöhnen. Später gab es auch eine leckere Frühlingsquiche und gegen Ende eine Auswahl hausgemachter Pralinen mit Ananas- und Kokoscreme.

Der Kellermeister des Weinkonvents, Frederik Heller, war es, der dann die Moderation zu den insgesamt 9 Probenpaaren, darunter einigen Faßweinen, übernahm. Dabei ließ der das Jahr 2017 aus Sicht des Winzers klimatisch Revue passieren und erstaunte seine Zuhörer mit hoher und detaillierter Fachkenntnis. Insgesamt verwies er auf ein bewegtes Jahr mit Höhen und Tiefen wie z.B. dem schweren Frosteinbruch Ende April. Nach seinen Worten wirke sich die Klimaverschiebung in Form früherer Termine für Austrieb und Blüte nachteilig aus.

Die einzelnen ausgeschenkten Weine wurden von den jeweiligen Winzern selbst vorgestellt. Sie erläuterten gerne die besonderen Lesebedingungen aber auch die anschließende weinfachliche Arbeit im Keller, damit "das was wir ernten auch in die Flasche kommt". Die Besucher konnten sich damit ein eingehendes Bild vom präsentierten Wein machen. Sie nahmen als Fazit die Erkenntnis mit, dass ein mengenmäßig geringerer Jahrgang aber mit hoher Qualität für den Weinkenner bereit steht.

Klaus Hattemer dankte anschließend allen Aktiven, die - wie es der lebhafte Beifall der Gäste zeigte - zu einem gelungenen Abend im Sinne der Weinkultur beigetragen haben.



Bild- (Günter Frey)
Die Vertreter der Winzerbetriebe des Weinkonvents stießen zum Abschluss auf einen geselligen Abschluss der Weinprobe an.



Vollmond-Winterwanderung mit Weingenuss

Der ersehnte Schnee blieb aus. Dafür zeigte sich aber der Mond in voller Pracht und tauchte die Weinberge in ein schimmerndes Licht. Also: Beste Voraussetzung für die Winterwanderung des Weinkonvents Gau-Algesheim.

Zahlreiche Teilnehmer, darunter Traubenkönigin Michelle I., machten sich, angewärmt vom Likör- und Weinbrand-Angebot der Edelobstbrennerei Hemmes, auf den von Fackeln erleuchteten Weg durch die Weinlagen Steinert, Johannisberg und Goldberg. Sie genossen bei klarer Sicht das Panorama bis in den Rheingau. An zwei Haltepunkten stand Glühwein und alkoholfreier Punsch der Weingüter St. Marienhof und St. Quirinushof zur Verkostung rund um das lodernde Lagerfeuer bereit. Passend zur guten Laune gab der Präsident Weinkonvents, Klaus Hattemer, kleine philosophische Anekdoten zum Besten.

Am Zielort der Weinwanderung, dem Gutsausschank St. Marienhof, fand dann der gesellige Abschluss statt. Die Teilnehmer ließen sich den 3-fachen Dip mit selbstgebackenem Brot sowie die leckere Variation von rheinhessischen Tapas-Spezialitäten aus der Küche des Hauses und die dazu angeboten Weine munden. Klaus Hattemer nutzte die Gelegenheit, allen Aktiven an diesem Abend für ihren Einsatz im Sinne Gau-Algesheimer Weinkultur zu danken.



Bild-1 (Günter Frey)
Die Teilnehmer warten erwartungsfroh auf den Start der Wanderung.


Bild-2 (Günter Frey
Rund um ein wärmendes Lagerfeuer genossen die Teilnehmer duftenden Glühwein und Punsch.


 

Weinprobe und Essen vom anderen Ende der Welt

„Neuseeland trifft Gau-Algesheim“: Unter diesem Motto fand die diesjährige Themenweinprobe des Weinkonvents Gau-Algesheim statt. Zu dieser schon traditionellen Veranstaltung konnte der Präsident Klaus Hattemer wiederum eine große Zahl von Weinfreunden in dem gastgebenden Weingut Gerharz-Hochthurn begrüßen, darunter seinen Vorgänger und Ehrenpräsidenten Werner Hessel, Traubenkönigin Michelle I. und die rheinhessische Weinprinzessin Katja I..

Der Empfang der Gäste erfolgte mit dem Krönungswein, der von Michelle I. selbst vorgestellt wurde, und den dazu gereichten „very british“ Sandwiches. Ihre Nachfolgerin gab dann erste interessante Informationen zu dem relativ jungen Weinanbaugebiet Neuseeland und dessen geschichtlicher Entwicklung. Der Kellermeister des Weinkonvents, Frederik Heller,  übernahm die Kommentierung der von ihm zusammengestellten acht Probenpaare, wobei jedem neuseeländischen Wein, überwiegend aus der dort vorherrschenden Rebsorte Sauvignon Blanc, ein Wein aus Gau-Algesheim gegenüber gestellt wurde. Er ging dabei fachkompetent aber durchaus unterhaltsam auf die besonderen Charakteristika der jeweiligen Weine ein. Er verwies dabei auch auf das unterschiedliche Preisniveau bei vergleichbarer Qualität aber auch auf die experimentierfreudige Art, wie in „Down-Under“ Wein produziert wird. Bildlich unterlegt wurde der Abend durch eine beeindruckende Bilderschau aus einem Besuch der Gastgeber bei ihrer ein Praktikum in Neuseeland absolvierenden Tochter.

Unterbrochen wurde die Weinprobe durch den kulinarischen Hochgenuss aus der Küche von Ursula Hochthurn. Die von ihr kreierte Komposition aus mariniertem Lammrücken auf Cabernet-Schmorzwiebel, einem nach uraltem Rezept der Stamm der dort lebenden Maoris hergestellten Hackbraten mit Süßkartoffelkroketten sowie dem Dessert „Pavlova“, einem Nationalgericht, passte in hervorragender Weise zu dem Thema des Abends und dem Tischwein und fand die uneingeschränkte Anerkennung der Besucher.

Mit einem Dank durch Klaus Hattemer an alle Personen, die in der Vorbereitung und der Durchführung der Veranstaltung engagiert waren, endete ein sehr gelungener Wein- und Genussabend, der bei allen der knapp über 100 Gäste einen sehr guten Anklang fand und der damit einen guten Beitrag zur Förderung der Weinkultur leisten konnte.



Bild (Günter Frey)
Am „Ehrentisch“ erlebten Herbert Gresch, Anja Hattemer, Präsident Klaus Hattemer, Kellermeister Frederik Heller und die Majestätinnen Michelle I. und Katja I. (von links nach rechts) einen genussreichen und interessanten Abend.


 

Weinerlebnisfahrt in die Pfalz

Eine ganze Reihe genussvoller Proben erwartete die Teilnehmer der diesjährigen Tagesfahrt des Weinkonvents Gau-Algesheim. Ziel war die Pfalz, das nach Rheinhessen...... mehr

 


 

Johannisberger Brünnelcher eingeweiht

Zahlreiche Repräsentanten und Repräsentantinnen aus Politik und dem gesellschaftlichen Leben bildeten die Kulisse zur Einweihung des „Johannisberger Brünnelchers“.


Vizepräsident Herbert Gresch war es dann, der danach mit einem Schuss Gau-Algesheimer Riesling den Brunnen für die Öffentlichkeit einweihte.


Trotz Nieselregen hatte sich viel lokale Prominenz aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben zur Einweihung der grundlegend sanierten Johannisberger Brünnelcher eingefunden. So konnte Klaus Hattemer als Präsident des Weinkonvents Gau-Algesheim die Traubenkönigin Katja I., Stadtbürgermeister Dieter Faust, den Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Clausfriedrich Hassemer, den Bauernvereinsvorsitzenden Quirin Ewen, den Vorsitzenden des ECOVIN Bundesverbandes, Andreas Hattemer, den Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft, Michael Kaiser, und die Wein- und Kulturbotschafterinnen Dr. Herrad Krenkel und Ursula Gerharz-Hochthurn begrüßen. Er hob dabei die Anwesenheit von Ehrenpräsident Werner Hessel hervor, der als sein Vorgänger schon vor Jahren den Anstoß zu diesem mehrjährigen Projekt gab, das nunmehr vom Weinkonvent in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bauernverein vollendet worden ist.

Hattemer gab zunächst eine Information zur früheren Funktion der „Brünnelcher“, wo sie vorrangig zur Entwässerung der Weinfelder vor Staunässe dienten. Daneben halfen sie bei der Kühlung für Speisen und Getränke sowie als Viehtränke. Mit der jetzt abgeschlossenen Maßnahme wurde der untere der ursprünglich 3 Brunnen saniert und wieder funktionsfähig gemacht, wobei auch eine Vogeltränke vorgesehen wurde. Zur Begrünung wurden Bäume gepflanzt und eine Bank aufgestellt, so dass ein Schmuckstück als Bruchsteinen enstanden ist, auf dem sich Wanderer ausruhen und die tolle Sicht auf Gau-Algesheim und das Rheintal genießen können. Er kündigte an, dass dieser „revitalisierte“ Brunnen in den vom Weinkonvent geplanten Ausbau des Wein- und Panoramarundweges integriert werden soll.

Stadtbürgermeister Dieter Faust und Beigeordneter Clausfriedrich Hassemer dankten dem Verein und allen Beteiligten für diese Initiative. Nach ihren Worten leistet der neu eingerichtete Platz einen wichtigen Beitrag zur lokalen Idendität mit dem regionaltypischen Weinbau und fügt sich beispielhaft in die Planung weiterer Maßnahmen im Naherholungspark Laurenziberg ein. Insofern verkörpere er ein Stück Heimatliebe und fördere das Image des Weinbaus.



Mit Genuss in den Weinjahrgang 2016

Der „Frühjahrsklassiker“ des Weinkonvents Gau-Algesheim zog wieder viele Besucher an. So konnte Klaus Hattemer als Vorsitzender über 90 Gäste in seinem Gutsausschank St. Nikolaushof zur Jungweinprobe des Weinjahrgangs 2016 begrüßen, darunter an prominenter Stelle die Traubenkönigin Katja I. und den Ehrenvorsitzenden Werner Hessel. Unter der Moderation von Kellermeister Frederik Heller präsentierten 8 Weinkonventsbetriebe insgesamt 16 Weine aus 11 verschiedenen rheinhessen-typischen Rebsorten von trocken bis lieblich, darunter einige als sog. Fassprobe. Den Auftakt machte ein frischer „Pinot-Blanc-Sekt“ aus der neuen Sektlinie des Hauses. Dazu konnten die Gäste einen mediterranen Dip und ein Schinkenmousse verkosten und sich bestens auf die Weinprobe einstimmen.

Frederik Heller hatte es übernommen, in einem Jahresrückblick insbesondere auf die klimatischen Bedingungen des Weinjahres 2016 einzugehen und die regionalen Besonderheiten herauszustellen. So erwähnte er das sprichwörtlich wechselhafte Aprilwetter im Mai/Juni und informierte auch über den echten und den falschen Mehltau. Insgesamt sah er 2016 als ein gelungenes Jahr mit leichteren Weinen, was wiederum die anwesenden Weinkenner freute.

Die Weine selbst wurden von den jeweiligen Winzerbetrieben, darunter auch der jüngeren Generation, in routinierter Weise vorgestellt, so dass die Besucher viel über die Charakteristik und die Philosophie des spezifischen Weinausbaus erfahren konnten. Als kulinarische Stärkung bot Gastgeberin Anja Hattemer einen leckeren „Gau-Algesheimer Hot Dogr“ mit marinierten Zwiebeln und Grillbratwurst. Klaus Hattemer konnte abschließend allen Helfern und Helferinnen seinen Dank für einen gelungenen Weinabend in der Runde des Weinkonvents aussprechen.



Bild (Günter Frey) Zufrieden zeigten sich die Vertreter(innen) der Weinkonventswinzer, die die Jungweinprobe gekonnt gestaltet haben.

 



Winterwanderung mit Weingenuss


Knapp über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich zur Winterwanderung des Weinkonvents Gau-Algesheim, mit dem das Weingenussjahr 2017 eröffnet wurde. Aufgemuntert mit Produkten aus der Edelobstbrennerei Hemmes machten sie sich bei knackig-frostigem Wetter auf den Rundwanderweg, der unterhalb des Bismarckturms bis auf den Gemarkungsteil „Ingelheim Rheinhöhe“ und zurück führte. Unterbrochen wurde die nächtliche Wanderung durch zwei Stopps, bei denen von den Weingütern Alexander Dengler und Thomas Hattemer bei Wärme spendenden Lagerfeuern Glühwein sowie alkoholfreier Punsch angeboten wurde.

Den literarischen Part übernahm der Vorsitzende des Weinkonvents, Klaus Hattemer, der mit seinen lustigen Vers‘chen die gute Laune der Wanderer beflügelte. Zur ausgezeichneten Stimmung mit vielen Oh’s und Ah’s trug auch der strahlend klare Sternenhimmel und die damit verbundene tolle Aussicht auf Ingelheim und die Rheinebene mit bester Sicht in den Rheingau bei. Der Rückweg führte dann wieder zur Vinothek des Weinguts Gerharz-Hochthurn, in dem der gesellige Abend bei Genuss eines delikaten und wunderschön zartem Spießbratens mit Schalenkartoffeln und frischem Möhrensalat sowie einer großen Weinauswahl ausklingen konnte.



Bild (Günter Frey)
Knisterndes Lagerfeuer erwärmte die Winterwanderer des Weinkonvents Gau-Algesheim.

 

 


 

Spitzenweine aus Rheinhessen im Glas

Ganz unter dem Motto „200 Jahre Rheinhessen und seine Spitzenweine“ stand die diesjährige Themenweinprobe des Weinkonvents Gau-Algesheim. Dessen Vorsitzender Klaus Hattemer konnte dazu neben dem Ehrenpräsidenten Werner Hessel und der Rheinhessischen Wein- und Kulturbotschafterin Herrad Krenkel zahlreiche Weinfreunde begrüßen, die zu Beginn einen fruchtigen Secco, kredenzt zu rheinhessischen „Minkelscher“, kosten konnten. In seinen Begrüßungsworten gab er einen Rückblick auf den Rheinischen Volksboten vom 1. Oktober 1892, in dem Gau-Algesheim mit 2.000 Morgen Weinbergen als größter Weinort Deutschlands Erwähnung fand, ebenso wie die Tatsache, dass Gau-Algesheim auf der Weltausstellung in Chicago zahlreich vertreten war.

Im Anschluss daran präsentierte Frederik Heller als Kellermeister des Vereins die von ihm zusammengestellte Probe. Jeweils als Doppelprobe konnten die Gäste die ausgewählten Weine typisch regionaler Rebsorten aus Gau-Algesheim und dem Anbaugebiet Rheinhessen genießen. Fachlich kompetent kommentierte Heller die Weine und ihre jeweilige weinsensorische Ausprägung. Als spezielle Rarität verwies er auf die Rebsorte „Cabernet Blanc“ und auf die Weine der Rebsorte „Scheurebe“, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Auch für das begleitende Essen hatte Gastgeberin Ursula Gerharz-Hochthurn themengemäß tief in das rheinhessische Kochbuch geschaut und eine leckere Kreation, bestehend aus Kartoffelsuppe mit Blutwurst, Wirsingrolle, Bratwurst mit Kartoffelstampf und „waasche Kees“, serviert. Abgerundet wurde der Genuss durch einen Bratapfel mit Vanillesoße, in Traubenlikör mariniert. In der Kombination von Wein und Essen wurde der Abend zu einem besonderen Erlebnis im Sinne der Gau-Algesheimer Weinkultur.

Daher erstaunte es nicht, dass sich alle Weinfreunde aus vollem Herzen den abschließenden Worten von Klaus Hattemer „Danke, dass ich Rheinhesse bin.“ anschlossen und mit einem kräftigen Applaus auch den Dank an alle Helferinnen und Helfer aussprachen.



Bild (Günter Frey)
Hausherrin Ursula Gerharz-Hochthurn präsentiert vor dem Vorsitzenden Klaus Hattemer, dem Kellermeister Frederik Heller und dem stellvertretenden Vorsitzenden Herbert Gresch (von links nach rechts) ihre rheinhessische Küchenkreation.

 


 

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Großes Potenzial im Weinjahrgang 2015

Rund 90 erwartungsvolle Gäste füllten die Stuben des Wein- und Sektgutes „Sankt Nikolaushof“ bis auf den letzten Platz, als der Weinkonvent Gau-Algesheim zur Jungweinprobe einlud. Und sie wurden nicht enttäuscht. Der Kellermeister des Vereins, Frederik Heller, hatte wieder eine interessante und aromatisch abwechslungsreiche Kollektion der Weine des Jahrgangs 2015, darunter auch Fassweine, zusammengestellt. Insgesamt präsentierten sich neben 8 Gau-Algesheimer Weinkonventswinzern erstmalig auch zwei befreundete Weingüter mit insgesamt 8 Doppelproben.

Nach dem Empfang durch den Präsidenten des Vereins, Klaus Hattemer, richtete Traubenkönigin Katja I. ein Grußwort an alle und stellte den Begrüßungswein aus ihrem Hause vor. Danach ließ Frederik Heller das vergangene Jahr mit seinen spezifischen klimatischen Bedingungen von Winterfeuchte über tollen Blütenverlauf bis zu Hitzeperioden und sehr frühem Lesebeginn Revue passieren. Er sprach den Weinen des Jahrgangs, insbesondere den Rotweinen, ein großes Potenzial zu.

Den meist jungen Winzern selbst war es dann vorbehalten, ihre Weine zu kommentieren. Sie informierten fachkundig über die Standortcharakteristika – das Terroir – wie auch über die Lesebedingungen sowie die Kellertechniken beim Ausbau ihrer Weine. Da war viel von Öchslegrad, Säureanteil und Maischeerhitzung die Rede. Die Besucher konnten dann im Glas sensorisch die geschilderten Merkmale wie schmelzig und cremig oder Barriqueton und Restsüße nachvollziehen. Unterstrichen wurde dieser Genuss durch den Imbiss in Form eines Winzerburgers sowie Schinkenmousse und selbstgemachter Tomatenbutter aus der Küche von Anja Hattemer.

Abschließend dankte Klaus Hattemer allen Akteuren für ihren Beitrag zu einem gelungenen abendfüllenden Programm im Kreis des Weinkonvents.



Bild (Günter Frey)
Ein erwartungsvolles Publikum lauschte gespannt der Kommentierung der Weine des jungen Jahrgangs 2015.


 

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